Kann ich ein E Ride Pro Motorrad im Regen fahren?

Electric dirt bike parked on a wet road in the rain surrounded by a forest trail

Autor: Artur Ragulskyi | CEO & Gründer
Lesezeit: ~12 Minuten

Ja — Sie können ein E Ride Pro Motorrad im Regen fahren.

Das ist die kurze Antwort.

Aber die genauere Antwort lautet: E Ride Pro Motorräder sind dafür gebaut, normales Fahren bei nassem Wetter zu bewältigen, einschließlich Regen, Schnee, nassen Straßen, Pfützen und Schlamm — aber sie sind nicht dafür gedacht, im Wasser eingetaucht zu werden oder durch unachtsames Hochdruckreinigen beschädigt zu werden.

Diese Unterscheidung ist wichtig.

Viele Kunden fragen, ob E Ride Pro Motorräder „wasserdicht“ sind. Im echten Leben meinen sie meistens:

  • Kann ich bei Regen fahren, ohne das Motorrad zu beschädigen?
  • Ist die Batterie geschützt?
  • Übersteht der Motor nasse Straßen und Pfützen?
  • Kann ich das Motorrad mit Wasser waschen?
  • Was sollte ich vermeiden, wenn ich möchte, dass das Motorrad lange hält?

Nach Jahren des Bauens eigener Elektromotorräder, Verkaufs und Service von leistungsstarken Elektromotorrädern und der Beobachtung, wie diese Maschinen im echten Leben funktionieren, ist meine Antwort klar:


Regen ist nicht das Problem. Schlechte Gewohnheiten im Umgang mit Wasser sind das Problem.

In diesem Artikel erkläre ich, was das in der Praxis für alle E Ride Pro Modelle bedeutet — einschließlich des E Ride Pro SR, SS 3.0, SS 2.0, SE und Mini.

 

Die kurze Antwort: Sind E Ride Pro Motorräder wasserdicht?

E Ride Pro Motorräder lassen sich am besten als wetterbeständig beschreiben, nicht vollständig wasserdicht, wie viele es sich vorstellen.

Laut Hersteller sind diese Motorräder dafür ausgelegt, bei Regen, Schnee und normalem schlechten Wetter gefahren zu werden, und das Wetter allein sollte beim normalen Fahren kein Problem darstellen. Der Hersteller bietet außerdem eine zweijährige Garantie — verlängert auf 27 Monate (24+3), wenn der Kauf über vectorebike.com erfolgt — was den Kunden Vertrauen gibt, dass die Motorräder für den realen Einsatz gedacht sind und nicht nur für trockene Ausstellungsbedingungen.

Es gibt jedoch eine wichtige Einschränkung:

Der Motor sollte nicht im Wasser eingetaucht werden.

Spritzendes Wasser, nasse Straßen, Schlamm und Regen sind kein Problem. Aber durch tiefes Wasser, Bäche oder überflutete Bereiche zu fahren, die tiefer als die Bodenfreiheit des Motorrads sind, wird nicht empfohlen.

Das liegt nicht daran, dass das Motorrad zerbrechlich ist. Es liegt daran, wie sich Elektromotoren verhalten, wenn sie heiß sind und plötzlich kaltem Wasser ausgesetzt werden.

 

IP-Schutzart: Was die Zahlen tatsächlich bedeuten

E Ride Pro-Akkus werden als wetterbeständig für den normalen Einsatz bei Nässe beschrieben. Prüfen Sie die aktuelle Produktseite für die genaue Schutzklasse Ihres Modells. Zu verstehen, was das bedeutet – und was nicht – ist entscheidend für Entscheidungen bei Fahrten im nassen Wetter.

IP-Schutzart

Staubschutz

Wasserschutz

IP65

Vollständig staubdicht

Geschützt gegen Wasserstrahlen aus beliebiger Richtung

IP67

Vollständig staubdicht

Geschützt gegen zeitweiliges Untertauchen bis 1 Meter für 30 Minuten

IP68

Vollständig staubdicht

Geschützt gegen dauerhaftes Untertauchen über 1 Meter Tiefe

 

Was IP67 für E Ride Pro-Besitzer bedeutet:

Szenario

IP67-Status

Realität

Fahren bei starkem Regen

Geschützt

Vollkommen unproblematisch

Nasse Straßen, Pfützen

Geschützt

Vollkommen unproblematisch

Fahren im Schlamm, Trail-Einsatz

Geschützt

Unproblematisch bei Pflege nach der Fahrt

Niederdruck-Reinigung mit Hochdruckreiniger

⚠️ Vorsicht verwenden

Empfindliche Bereiche meiden

Hochdruckstrahl auf Steckverbinder

Nicht geschützt

Kann Wasser an Dichtungen vorbeidrücken

Motoruntertauchen bei Hitze

Nicht dafür ausgelegt

Risiko von thermischem Schock (siehe unten)

Längeres tiefes Untertauchen

Außerhalb der IP67-Spezifikation

Nicht empfohlen


Wichtig:
IP67-Tests werden unter kontrollierten Laborbedingungen an statischen, raumtemperaturwarmen Bauteilen durchgeführt. Das Fahren in der Praxis bringt Variablen mit sich – Hitze, Vibration, Alter der Steckverbinder, Druckunterschiede –, die der IP67-Test nicht abbildet. Betrachten Sie IP67 als Mindeststandard, nicht als Freibrief für sorglosen Wasserkontakt.

 

Warum tiefes Wasser für den Motor gefährlich ist

Das ist eine der wichtigsten Erkenntnisse, die Fahrer verstehen müssen.

Wenn der Motor heiß ist und Sie plötzlich in kaltes Wasser fahren, kühlt die Luft im Inneren schnell ab. Das erzeugt einen niedrigeren Innendruck, und der Motor kann anfangen, durch winzige Spalten, Kabeldurchführungen und Dichtungen Außenluft und Feuchtigkeit anzusaugen.

Einfach gesagt: ein heißer Motor kann überraschend schnell Wasser ansaugen.

In manchen Fällen kann Feuchtigkeit sogar entlang von Kabelwegen wie durch einen Strohhalm wandern.


Deshalb ist mein Rat ganz einfach:

Bedingung / Anwendungsfall

Empfehlung

Im Regen fahren

Unproblematisch

Auf nassen Straßen fahren

Unproblematisch

Im Schlamm fahren

Unproblematisch

Durch Pfützen spritzen

Meistens unproblematisch

Den Motor vollständig unter Wasser tauchen

Nicht empfohlen

Einen kalten Bach mit einem heißen Motor durchqueren

Auf keinen Fall empfohlen


Wenn Sie sich nur eine Sache aus diesem Artikel merken, dann diese.

 

Kann man einen E Ride Pro im Regen fahren?

Ja, absolut.

Sowohl nach Herstellerangaben als auch nach praktischer Erfahrung sollte das Fahren eines E Ride Pro im Regen kein Problem sein. Gleiches gilt für Schnee und den normalen Gebrauch bei Nässe.

Wir sagen den Kunden dasselbe: Benutzen Sie das Motorrad im Regen, im Schnee, bei schlechtem Wetter – benutzen Sie einfach gesunden Menschenverstand.

Diese Motorräder sind für den Einsatz im Freien konzipiert. Normale Regenbelastung, nasse Straßen, matschige Wege und feuchte Fahrbedingungen gehören zum echten Besitz dazu.

Wichtig ist nicht, ob das Motorrad während der Nutzung nass wird. Wichtig ist:

  • ob Sie tiefes Eintauchen vermeiden
  • ob Sie vermeiden, empfindliche Teile mit Wasserstrahl zu treffen
  • ob Sie das Motorrad danach richtig trocknen
  • ob Sie wichtige Lager und Steckverbinder langfristig schützen

Das ist der wirkliche Unterschied zwischen einem Motorrad, das lange hält, und einem, das vermeidbare Probleme entwickelt.

 

E Ride Pro Modellvergleich: Überlegungen bei Nässe

Verschiedene Modelle haben je nach Aufbau, Elektronikkonfiguration und Einsatzzweck leicht unterschiedliche Anforderungen bei Nässe. Hier eine praktische Übersicht:

Modell

Batterie

Motor / Kühlung

Hinweise bei Nässe

E Ride Pro SR 25kW

72V 50Ah, IP67

25 kW, aktive Flüssigkeitskühlung

Kühlsystem benötigt nach schlammigen Fahrten saubere Einlässe

E Ride Pro SS 3.0 15,8kW

72V 50Ah, IP67

15,8 kW, passive Kühlung

Standard-Vorsichtsmaßnahmen bei Nässe gelten

E Ride Pro SS 2.0 12kW

72V 40Ah, IP67

12 kW, passive Kühlung

Standard-Vorsichtsmaßnahmen bei Nässe gelten

E Ride Pro SE 10kW

72V 40Ah, IP67

10 kW, passive Kühlung

Leichtestes Modell mit 63 kg — einfacheres Trocknen nach der Fahrt

E Ride Pro Mini 6kW

60V 30Ah, IP67

6 kW, passive Kühlung

Kompaktester Rahmen — Steckgehäuse nach Schlamm prüfen


Hinweis zum aktiven Kühlsystem des SR:
Der SR verwendet einen aktiven Flüssigkeitskühlkreislauf, um die Hitze bei dauerhaft 25 kW Betrieb zu steuern. Nach schlammigen Enduro-Fahrten lohnt es sich, sicherzustellen, dass die Kühlsystemeinlässe vor der nächsten Fahrt frei von verdichtetem Schmutz sind.

 

Kann man ein E Ride Pro Motorrad waschen?

Ja, aber waschen Sie es vorsichtig.

Hier machen viele Fahrer Fehler, die nicht hätten passieren müssen.

Beste Methode bei leichter Verschmutzung: Verwenden Sie ein feuchtes Mikrofasertuch und wischen Sie das Motorrad ab. Das reicht für die normale Reinigung völlig aus und vermeidet unnötige Wasserbelastung empfindlicher Bereiche.

Wenn das Motorrad sehr schmutzig ist: Wenn Sie im Gelände gefahren sind und das Motorrad mit Schlamm bedeckt ist, können Sie es mit Wasser waschen — und sogar vorsichtig einen Hochdruckreiniger verwenden. Aber es gibt Regeln.


Richten Sie KEINEN starken Wasserstrahl auf:

  • Den Motor
  • Den Batterie-Bereich und die Ladebuchse
  • Den Controller (typischerweise hinten montiert)
  • Das Display und den TFT-Bildschirm
  • Tasten und Schalter
  • Der Bereich des Zündschlüssels
  • Steckfachbereiche
  • Kabeleintrittspunkte


Sichere Waschmethode:

  1. Lassen Sie das Motorrad nach der Fahrt 15–20 Minuten abkühlen, bevor Sie es waschen
  2. Spülen Sie Rahmen und Räder mit niedrigem bis mittlerem Druck aus mindestens 30 cm Entfernung ab
  3. Verwenden Sie eine weiche Bürste und mildes Seifenwasser bei hartnäckigem Schlamm am Rahmen
  4. Für empfindliche Bereiche — Display, Steckverbinder, Steuerungszone — verwenden Sie nur ein feuchtes Tuch
  5. Trocknen Sie mit einem sauberen Tuch; achten Sie besonders auf Display, Tasten und Steckgehäuse
  6. Tragen Sie bei dauerhaft nassen Bedingungen ein leichtes Schutzspray (silikonbasiert, elektronik-sicher) auf die Steckgehäuse auf


Die größten Waschfehler passieren, wenn Fahrer das Motorrad wie einen vollständig abgedichteten Geländewagen behandeln und jeden Spalt und Steckverbinder aus nächster Nähe aggressiv abspritzen. So entstehen vermeidbare Wasserprobleme.

 

Die empfindlichsten Bereiche eines E Ride Pro bei nassen Bedingungen

Die meisten Teile des Motorrads kommen gut mit Feuchtigkeit zurecht. Aber einige Bereiche verdienen besondere Aufmerksamkeit. Hier sollten Sie Ihren Fokus legen:

Bauteil

Risikoniveau

Warum

Was zu tun ist

Batterieoberseite / Ladeanschluss

⚠️ Mittel

Oberer Anschlussbereich freiliegend

Direktes Überfluten vermeiden; trocken wischen

Motorkabelausgänge

⚠️ Mittel

Thermischer Schock durch Hitze möglich

Kein Eintauchen; direkte Strahlen vermeiden

Controller-Bereich

⚠️ Mittel

Elektronik abgedichtet, aber nicht strahlwassergeschützt

Kein direkter Hochdruckreiniger

TFT-Display

⚠️ Mittel–Hoch

Naht kann Feuchtigkeit eindringen lassen

Nur mit Tuch reinigen; niemals direkt abspritzen

Tasten / Zündung / Bedienelemente

⚠️ Mittel

Schalter nicht tauchfest

Direktes Einweichen vermeiden; trocken wischen

Steckverbinder

🔴 Hoch

Häufigstes echtes Wasserproblem

Am kritischsten zu schützen – nur mit Tuch reinigen

Lenkkopflager

⚠️ Mittel

Straßenwaschung ausgesetzt

Regelmäßig fetten; jährliche Kontrolle

Rad- / Schwingarmlager

⚠️ Mittel

Angriff durch Streusalz und Schlamm

Wasserdichtes Fett; saisonal prüfen

 

Ein echter Kundenfall: Als Wasser Probleme verursachte

Wir haben wasserbedingte Probleme gesehen – nicht durch normales Fahren im Regen, sondern durch falsches Waschen.

In den Fällen, die ich gesehen habe, brachten Kunden das Motorrad zu einer Waschstation und richteten einen starken Wasserstrahl in das Steckverbinderfach oberhalb des Controllers, unter dem Zündschlossbereich. Dadurch gelang Wasser in einige Steckverbinder.


In solchen Situationen war mein Rat:

  1. Trocknen Sie das Motorrad gründlich
  2. Trocknen Sie die Steckverbinder richtig – Druckluft hilft
  3. Fügen Sie bei Bedarf zusätzlichen Wasserschutz hinzu (dielektrisches Fett an Steckverbindern)
  4. Vermeiden Sie es, dieselbe Waschmethode zu wiederholen


Dies ist ein perfektes Beispiel dafür, warum die eigentliche Frage nicht „Kann es nass werden?“ lautet. Die bessere Frage ist: „Wie kommt das Wasser dorthin?“

Regen ist normal. Wasser in elektrische Anschlussstellen zu drücken, nicht.

 

Salzwasser, Winterstraßen und Küstenfahrten – besondere Aufmerksamkeit erforderlich

Wenn Sie in Meeresnähe wohnen, auf Winterstraßen mit Streusalz fahren oder das Motorrad in einer feuchten Umgebung lagern, gibt es ein zusätzliches Problem: Korrosion und Lagerverschleiß.

Wasser allein ist eine Sache. Salzwasser und Streusalz sind deutlich aggressiver – Salz beschleunigt die Korrosion von Metallteilen und zerstört die Lagerfettung schnell.


Die am stärksten salzgefährdeten Bereiche:

  • Lenkkopflager
  • Radnabenlager
  • Lenkergelenk- und Schwingarm-Lager
  • Freiliegende Schraubenköpfe und Gewindeschnittstellen
  • Kette und Ritzel (sowohl Talaria-Getriebekette als auch Antriebsketten)


Empfohlener Schutz für deutsche Winterfahrer:

In Deutschland werden die Straßen in den Wintermonaten stark gesalzen — besonders in Bayern, wo die Temperaturen im Januar regelmäßig −2°C bis −5°C erreichen. Wenn Sie im Winter mit einem straßenzugelassenen L1e Modell pendeln, sind ein paar zusätzliche Schritte den Aufwand wert:

  • Vor der Wintersaison (September/Oktober) hochwertiges wasserfestes Fett auf alle Lagerbaugruppen auftragen
  • Rahmen und Unterseite nach jeder Fahrt auf gesalzenen Straßen mit Frischwasser abspülen — Salzreste greifen Metall auch im geparkten Zustand weiter an
  • Korrosionsschutz auf freiliegende Schraubenköpfe und Steckverbindergehäuse auftragen
  • Kettenspannung und Schmierung alle 200–300 km Winterfahrt überprüfen; salzbelastete Ketten verschleißen deutlich schneller
  • Das Motorrad möglichst drinnen lagern — eine unbeheizte, aber trockene Garage ist deutlich besser als die Lagerung im Freien


Für Ersatzteile einschließlich Ketten, Steckverbinder und Lagerkomponenten siehe den Komponentenbereich auf vectorebike.com.

 

Das Schlimmste, was Sie nach einer Fahrt im Regen tun können

Die schlechteste Angewohnheit ist diese: das Motorrad nass in einem feuchten Raum stehen zu lassen und nichts zu tun.

Wenn das Motorrad in einer feuchten Garage, einem kalten Raum oder einem schlecht belüfteten Lagerbereich nass bleibt, trocknet es nicht richtig. Feuchtigkeit bleibt um Bildschirme, Tasten, Steckverbinder und Metallteile eingeschlossen — und dann werden Kondensation und langfristige wasserbedingte Probleme wahrscheinlicher.


Die Nach-Regen-Routine (dauert unter 5 Minuten):

  1. ☑ Das Motorrad an einen trockenen, belüfteten Ort bringen
  2. ☑ Display, Tasten und Lenkerbedienelemente mit einem trockenen Tuch abwischen
  3. ☑ Das Gehäuse des Batteriesteckers überprüfen und trocknen
  4. ☑ Den Rahmen abwischen, um das Trocknen und Verhärten von Schlamm zu verhindern
  5. ☑ Das Motorrad vollständig an der Luft trocknen lassen, bevor es abgedeckt oder gelagert wird
  6. ☑ Wenn im Winter/Salz gefahren wird: Vor dem Trocknen mit Frischwasser abspülen


Das erfordert nur sehr wenig Aufwand, reduziert aber die Wahrscheinlichkeit zukünftiger Probleme dramatisch.

 

Extremer Fall: Was wir aus eigener Erfahrung wissen

Unsere Perspektive ist nicht nur theoretisch.

Wir bauen unsere eigenen Motorräder, und einige unserer ältesten Maschinen fahren seit 7, 8 oder sogar 9 Jahren. Wenn Kunden unseren Pflegehinweisen zu Trocknung, Schmiermittelschutz und sinnvoller Reinigung folgen, haben sie normalerweise keine ernsthaften wasserbedingten Probleme.

Wir haben auch extreme Fälle gesehen.

Eines unserer Motorräder in Finnland ist einmal durch das Eis gebrochen und etwa einen Tag unter Wasser geblieben. Der Kunde hat es am nächsten Tag geborgen. Nach dem Trocknen und der Inspektion überlebte der Motor, die Batterie überlebte, und das Batterieschutzsystem hat seine Arbeit getan. Der Controller überlebte nicht — wahrscheinlich ein Kurzschluss oder ein wasserbedingter elektrischer Defekt — aber die Tatsache, dass der Rest der Elektronik ein so extremes Ereignis überstanden hat, sagt viel aus.

Das ist offensichtlich kein normaler Gebrauch, und ich würde das niemals als Erlaubnis darstellen, das Motorrad zu untertauchen.

Aber es zeigt etwas Wichtiges: diese Systeme sind robuster, als viele denken.

 

Mein ehrliches Urteil: Regen ist in Ordnung, Missbrauch nicht

Wenn mich ein Kunde fragt: „Kann ich ein E Ride Pro im Regen fahren?“ ist meine ehrliche Antwort:

Ja, 100 %. Fahren Sie damit im Regen, fahren Sie damit im Schnee, waschen Sie es bei Bedarf — aber tun Sie es mit gesundem Menschenverstand.

Das Motorrad ist nicht aus Zucker. Es ist zum Fahren gemacht.

Aber gleichzeitig würde ich niemals sagen, es sei ein U-Boot.


Tun Sie nicht:

  • Den Motor untertauchen
  • Durch tiefes Wasser fahren
  • Druckspray direkt in Steckverbinder, Displays und Elektronik sprühen
  • Das Motorrad tagelang nass in einer feuchten Umgebung stehen lassen
  • Lagerschutz ignorieren, wenn Sie unter harten nassen oder salzigen Bedingungen fahren


Tun Sie:

  • Mit Vertrauen bei Regen, Schnee und normalen Nässebedingungen fahren
  • Motorrad reinigen — aber vorsichtig und mit der richtigen Methode
  • Nach jeder Fahrt bei Nässe richtig trocknen
  • Lager und Steckverbinder mit geeignetem Fett schützen
  • An einem trockenen Ort lagern

Wenn Sie diese Fehler vermeiden, sollte die Nutzung bei Nässe kein Problem sein.

 

Sicheres Fahren bei Nässe: Vollständige Checkliste

Vor der Fahrt bei Nässe

  • Reifendruck prüfen — kalte, nasse Straßen verringern den Grip
  • Bremshebelgefühl prüfen — hydraulische Scheibenbremsen bei E Ride Pro Modellen funktionieren zuverlässig bei Nässe, aber Funktion vor der Fahrt überprüfen
  • Batterieladezustand prüfen — kalte Temperaturen reduzieren die effektive Kapazität bei deutschen Winterbedingungen um 15–25%


Während der Fahrt bei Nässe

  • Halten Sie einen größeren Bremsweg ein — nicht wegen der Bremsen, sondern weil die Reifenhaftung auf nassem Asphalt oder nassen Wurzeln reduziert ist
  • Vermeiden Sie das Durchfahren von tiefem Wasser — besonders wenn der Motor warm ist
  • Achten Sie auf nasse lackierte Flächen, Straßenbahnschienen und Kanaldeckel (besonders relevant für L1e-Stadtpendler)


Nach Fahrten bei Nässe

  • Display, Tasten und Lenkerbedienelemente trockenwischen
  • Batterie-Steckverbindergehäuse prüfen und trocknen
  • Kettenspannung und Schmierzustand prüfen
  • Wenn salzhaltige Straßen befahren wurden — vor dem Trocknen mit klarem Wasser abspülen
  • Vor der Lagerung vollständig an einem belüfteten Ort lufttrocknen lassen
  • Nach längeren Nässeeinsätzen — Lager auf Rauheit oder Spiel prüfen

Fragen zur Wartung bei Nässe, zum Schutz der Steckverbinder oder zum Lagerfett für Ihr spezifisches Modell? Kontaktieren Sie das Team von vectorebike.com über die FAQ-SeiteMit über 11 Jahren Erfahrung im Service von E Ride Pro, Talaria und Vector Motorrädern in Deutschland können wir Sie modellbezogen zur Wartung entsprechend Ihrer Fahrbedingungen beraten.


FAQ

Can I ride an E Ride Pro bike in heavy rain?

Yes. Heavy rain itself should not be a problem during normal riding. The main thing to avoid is deep water submersion or forcing water into sensitive electrical areas.

Are E Ride Pro bikes waterproof?

Not in the sense of being designed for full submersion. They carry an IP67 battery rating and are weather-resistant for normal rain and wet-weather riding. The accurate description is: weather-resistant, not submarine-proof.

Can I wash an E Ride Pro with a pressure washer?

You can, but with strict care. Do not aim the jet directly at the motor, battery, controller, display, buttons, ignition area, or connectors. Use low-to-medium pressure from a distance and avoid all electrical connection points.

Why is deep water bad for the motor?

If the motor is hot and suddenly enters cold water, the internal air cools quickly and creates pressure differentials that can pull moisture inside through cable entries and seals.

What parts need the most protection from water?

Display, buttons, connector areas, controller area, motor cable exits, and the upper battery connection points. These are the areas where forced water exposure (from pressure washing) creates the most problems in real-world use.

What should I do after riding in the rain?

Wipe off visible moisture from the display and controls, check and dry the battery connector housing, and let the bike dry in a warm, dry, ventilated place.

Is salt water or winter road salt worse than rain?

Yes — significantly. Salt is much more aggressive and attacks bearings and metal surfaces even after the visible moisture dries. Use waterproof grease on all bearing assemblies and rinse with fresh water after every ride on salted German winter roads.

What should I do after riding in the rain?

Wipe off visible moisture from the display and controls, check and dry the battery connector housing, and let the bike dry in a warm, dry, ventilated place.

Does wet riding affect the battery range?

Indirectly, yes. Cold temperatures (common in German winter wet-weather riding) reduce effective battery capacity by approximately 15–25% at 0°C and up to 30% at −5°C. Allow the battery to warm to room temperature before a cold wet-weather ride. For full guidance: Complete Guide to Electric Dirt Bike Battery Care.

Is this the same for Talaria and Vector models?

The same core principles apply to Talaria bikes and Vector bikes. All carry IP67 battery ratings. The Vector Vortex's motor-on-swingarm mid-drive design has different water exposure geometry than hub-drive models — the motor sits higher and further from deep-water zones during typical crossings.

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